ENI Nr. 06004225 - MMSI Nr. 205376890 28. Jun. 2020

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MS Loana-Calista

Ein seltener Gast im oberen Neckar, GMS Loana-Calista.
Die MS Loana-Calista ist fast nie im oberen Neckar zu sehen, doch im Juni 2020 fand sie den Weg hier her. Das Schiff kommt aus Belgien und ist dort in Thuin am Flüsschen Sambre zu Hause.
Besonders auffällig an der Loana-Calista ist das furchteinflößende aufgerissene Maul am Bug des Schiffes.

Erbaut als MS Graubünden

Erbaut wurde die MS Loana-Calista als MS Graubünden in den Niederlande bei J. Smit in Alblasserdam. Dies war allerdings schon vor 73 Jahren, im Jahre 1947. Auftraggeberin war die Basler Rheinschiffahrt AG in Basel.
Das aufgerissene Maul am Bug des Schiffes ist das Erkennungszeichen der Loana-Calista.
Zunächst mass die MS Graubünden 73,55 x 8,14 x 2,60 Meter und war damit für eine Tonnage von 909 Tonnen zugelassen. Später erhöhte man das Schiff um 30cm, sodass man auf eine Tonnage von 1000 Tonnen kam.

Steigerung der Tonnage auf 1281 Tonnen

Bei einem weiteren Umbau änderten sich die Schiffsabmessungen grundlegend. Die Länge wurde auf die heutigen 86 Meter erhöht, die Breite erhöhte man um läppische 37cm und die Höhe verringerte sich wiederum um 10cm auf die heutigen 2,80 Meter. So kam die Loana-Calista auf ihre aktuelle Tragkraft von 1281 Tonnen.

Doch warum betreibt man den Aufwand einer Schiffsverbreiterung wegen nur 37cm?

GMS Loana-Calista mit topmodernem Steuerhaus.
Die Verbreiterung ergab sich durch den Umstand dass die Loana-Calista das Vor- und Mittelschiff der MS Schauenburg erhielt. Diese war eben 8,51 Meter breit und dadurch hat Loana-Calista ihre heutige Breite von 8,51 Meter „geerbt“.
MS Schauenburg war 1948 gebaut und somit etwa gleich alt wie die Loana-Calista. Auch sie ist nach wie vor in Fahrt und ist heute stolze 105 Meter lang und 9,50 Meter breit. Sie muss also auch ein neues Vor- und Mittelschiff erhalten haben. Details hierzu sind an dieser Stelle aber leider nicht bekannt.

Schiffsantriebe der vergangenen 73 Jahre

73 Jahre macht man in der Regel nicht mit einer einzigen Maschine. Die damalige Graubünden wurde zunächst von einer 480 PS leistenden Sulzer Maschine angetrieben.
Das Heck der MS Loana-Calista war ursprünglich spitz zulaufend. Leider fiel dieses formschöne Feature aber einer der Umbaumaßnahmen zum Opfer.
Die letzte bekannte Position der MS Loana-Calista war hier.
Später kam eine MWM Maschine ins Schiff. Diese erhöhte die Antriebsleistung auf 800 PS. Zu welchem Zeitpunkt die MWM Maschine ins Schiff kam ist leider ebenfalls nicht geklärt, genau sowenig wie das Jahr in welchem die aktuelle Wärtsilä Maschine mit 1000 PS ins Schiff kam.

Weitere Schiffsnamen im Laufe der Jahre

Wie bereits erwähnt wurde das Schiff 1947 als MS Graubünden erbaut. 1974 erfolgte eine Umbenennung in MS Eendracht. 1987 erhielt das Schiff dann den Namen MS Onderneming, 1991 dann MS Diana und schließlich 2006 MS Loana-Calista.
Alle Umbenennungen waren jeweils mit einem Eignerwechsel verbunden.

1 Nutzerkommentar

(Di. 00:53)  30. Jun. 2020 👱💬 Hühnerhahn schrieb:

Haifischmaul

Das Haifischmaul sieht cool aus und macht den Loana Calista schon von weitem leicht erkennbar.
Aber ist es ein Haifischmaul oder einfach ein Seeungeheuer? Ich tippe dann doch eher auf ein Ungeheuer, denn ein Hai hat meines Wissens ja keine reisszähne. Vielleicht muss man da mal den eigner fragen.
Wie auch immer, mir gefällts.

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